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« 3. Dezember »

Einkaufen

In der Einkaufsstraße stehen Palmen mit langen kahlen Stämmen. Das sind keine Weihnachtsbäume. Die müssten dreieckig sein und grüne Nadeln haben und eine Menge bunte Kugeln und Kerzen. So ist es jedenfalls in Rahels Büchern.

Auf dem Markt kauft Mama Brot und Fleisch und Gemüse. Das Essen sieht auch nicht anders aus als sonst. Keine Spur von Weihnachten.

In dem riesigen Einkaufszentrum, in das sie als nächstes gehen, glitzert und blinkt es überall. Das kommt aber nicht von Sternen oder Kerzen oder Lichterketten. Es sind die Werbeschilder der Geschäfte.

Endlich entdeckt Rahel in einem Schaufenster Kerzen! Sie stecken auf einem Hanukkah-Leuchter. Bald wird das Hanukkah-Fest? gefeiert. Von Weihnachten keine Spur.

Einen Weihnachtsmann sieht Rahel auch nirgends, nur einen Bettler mit einer rot-weißen Mütze auf dem Kopf. Er schaut Rahel und Mama an. Er starrt geradezu herüber! „Gib ihm das“, sagt Mama und drückt Rahel eine kleine Münze in die Hand. Dann eilt sie weiter, als würde sie vor dem Blick des Mannes weglaufen.

Rahel tritt näher an den Mann heran. Er trägt alte, kaputte Kleidung und neben ihm liegt ein schmutziger Rucksack. Bestimmt ist er sehr arm. Aber komisch, trotzdem hat er eine wertvolle Kette um den Hals, golden mit einem Stern als Anhänger! Der braucht doch kein Geld, oder?

Rahel steckt die Münze ein und rennt Mama hinterher.

An der Ecke dreht sie sich noch einmal um. Der Bettler guckt immer noch.

Hanukkah-Fest

Rahel wohnt in … ach, das wisst du ja schon! In Israel. Wenn wir im Monat Dezember Kerzen am Adventskranz anzünden, feiern Menschen in Israel ein Lichterfest. Es wird Hanukkah-Fest genannt.
Dazu braucht man einen Leuchter, auf dem neun Kerzen stecken. Wenn es abends dunkel wird, trifft sich die ganze Familie im Wohnzimmer. Manchmal sind auch Freunde dabei. Dann wird erst eine Kerze, am nächsten Abend dann die zweite Kerze angezündet, bis alle neun Kerzen brennen. Fast wie an unserem Adventskranz. Aber der hat ja nur vier Kerzen. Zum Feiern des Hanukkah-Festes werden Lieder gesungen, Gebete gesprochen und lecker gegessen. Und die Kinder bekommen Süßigkeiten und kleine Geschenke.